Auszüge aus der Konzeption: "Bewegungserziehung"

Kinder brauchen Bewegung! Jeder, der mit Kindern arbeitet, weiß um die Wichtigkeit dieses elementaren Grundbedürfnisses.

Renate Zimmer hat in ihrem Buch: „Handbuch der Bewegungserziehung“ erschienen im Herder Verlag, die treffende Aussage formuliert: „Lernen in den ersten Lebensjahren ist in erster Linie Lernen über Wahrnehmung und Bewegung, über konkretes Handeln und über den Einsatz aller Sinne.“

Aus diesem Grunde spielt die Bewegungserziehung eine bedeutende Rolle, das heißt, im täglichen Geschehen geben wir den Kindern Gelegenheit zum Klettern, Schaukeln, Wippen, Springen, Laufen, Toben und sich mit unterschiedlichen Fahrzeugen fortzubewegen.

Die Nutzung des Ballbeckens, des Bewegungsraums („Zaubernest“), der Waldtag sowie der tägliche Aufenthalt im Garten laden die Kinder zu vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten ein. Der wöchentliche Turntag in der Schulsporthalle stellt aufgrund der Größe und Ausstattung ein besonderes Erfahrungsfeld dar. Dabei werden die Grobmotorik, die Koordinationsfähigkeit, die Körperwahrnehmung, die Ausdauer und die Erfahrung eigener Grenzen „geschult“. In diesen Bereichen werden durch das Einbringen eigener Ideen der Kinder Kreativität und Selbstständigkeit angeregt. Auch machen Kinder Grenzerfahrungen, in dem Sinne „was kann ich – was schaffe ich noch nicht“ und manchmal gehört ein bisschen Mut dazu, Neues auszuprobieren. „Wie hoch komme ich auf der Sprossenwand und von welcher Sprosse kann ich herunter springen?“ Oder „Wie hoch kann ich schaukeln? Schaffe ich es dabei heraus zu springen?“ Begriffe wie oben – unten, rauf – runter, vor und zurück werden „praktisch erfahren – begreifbar gemacht“.

Bewegungsbaustellen, Einführung von Tänzen, Bewegungsspiele und Entspannungsgeschichten sind weitere Bestandteile. Ebenso lernen die Kinder hierbei, Rücksichtnahme zu üben und Regeln einzuhalten.