Aus der Konzeption: Begründung der Konzeptionsüberarbeitung
Durch die ständige Reflexion der pädagogischen Arbeit ergeben sich zwangsläufig zum Teil gravierende Veränderungen inhaltlicher und struktureller Art. Das heißt, neue Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit kommen hinzu, Räumlichkeiten verändern sich und Zielsetzungen werden überprüft.
Andererseits haben sich wichtige Strukturen herausgebildet, Regeln bewährt und Traditionen konnten aufgebaut und gepflegt werden.
Mit der jährlichen Überarbeitung unserer Konzeption tragen wir den Veränderungen, die sich zwangsläufig im Laufe eines Jahres heraus kristallisieren Rechnung.
Darstellung der Konzeption
Leitbild: "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen"
Dieser Leitgedanke des gleichnamigen Buchtitels von Jirina Prekop und Christel Schweizer, erschienen im Kösel Verlag, ist uns Anliegen und Verpflichtung zugleich. Dabei ist die Wahrung der Rechte des Kindes die Grundlage unseres pädagogischen Handelns. Das setzt voraus, dass wir Kinder in ihren ureigensten Bedürfnissen ernst nehmen, ihnen die notwendige Aufmerksamkeit schenken und durch Beobachtungen ihre individuellen Fähigkeiten stärken.
Auch benötigen Kinder in sehr unterschiedlicher Form und Intensität unsere Hilfe und Unterstützung in dem Sinne „hilf mir, es selbst zu tun“ (Maria Montessori).
Einen wichtigen Aspekt nimmt die Vielfalt von Lernerfahrungen, die Kinder in einer Einrichtung machen können, ein. Das heißt, Selbstbildungspotenziale des Kindes können sich nur dort entfalten, wo entsprechende Voraussetzungen (Raumgestaltung, Präsentation und Auswahl des Spielmaterials sowie an den Interessen der Kinder orientierte Projekte) geschaffen worden sind.
Somit verstehen wir uns als Begleiter der Kinder auf einem Stück ihres Lebensweges.
Profil unserer Einrichtung
Die alte Jugendstilvilla schafft hierfür sicherlich einen außergewöhnlich reizvollen Rahmen. Das Leben der Gruppen auf jeweils einer Etage hat weniger einen institutionellen als einen familiären Wohncharakter.Der weitläufige Garten mit seinem alten Baumbestand und den vielen Möglichkeiten des Rückzugs sowie den unterschiedlichen Gestaltungselementen unterstreicht die besondere Atmosphäre.
Durch die langen Öffnungszeiten ermöglichen wir den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das wird ebenfalls an der breiten Altersstruktur, welche die Betreuung der Kinder von 2 Monaten bis 6 Jahren umfasst, deutlich. Unsere pädagogischen Schwerpunkte Naturbegegnung/Umwelterziehung sowie Bewegungserziehung und ganzheitliche Sprachförderung zeichnen ein deutliches Profil. Die Wald- und Gartentage, die dreitägige Freizeit, das Lichterfest mit Übernachtung sowie die gemeinsame Gartenaktion von Kindern, Eltern und ErzieherInnen sind darüber hinaus unverwechselbare Merkmale im Jahreslauf unserer Kindertagesstätte.
Die Kita stellt sich vor
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Die Elterninitiative Kindertagesstätte Villa Kunterbunt Hamm e.V., in der Jugendstilvilla aus dem Jahre 1908, befindet sich in Hamm Werries. Sie steht im Kreuzungsbereich Alter Uentroper Weg 141/Ecke Ostwennemarstraße. Durch die Buslinien 1 und 3 ist die Tagesstätte auch von der Stadtmitte aus gut zu erreichen. Unser Haus öffnet täglich von 7.00 bis 17.00 Uhr, freitags von 7.00 bis 15.30 Uhr. Die Ferienzeiten sind die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr (ggf. plus 2-3 Tage vor Heiligabend und nach Neujahr) sowie drei Wochen der Schulsommerferien in NRW. Weitere Schließungstage: 1 Tag Betriebsausflug, 3 Tage für Teamfortbildung oder Konzeptionstage, 2 Tage Reiterhoffreizeit, (geschlossen für alle Kinder, die an der Freizeit nicht teilnehmen). |
Wir bieten Platz für insgesamt 55 Kinder im Alter von 2 Monaten - 6 Jahren, die in drei Tagesstättengruppen von 9 Fachkräften und 1 Ergänzungskraft betreut werden. Die Leitung der Einrichtung ist größtenteils vom Gruppendienst freigestellt.
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Pippi- Langstrumpf- Gruppe |
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Adlernest |
In einer Gruppe betreuen wir bis zu drei Kinder, die behindert, entwicklungsverzögert oder von Behinderung bedroht sind. Je nach Anzahl der Kinder beträgt die Stundenzahl der Zusatzkraft für Integration 19,5 / 27 / oder 39 Stunden.
Gegebenenfalls beschäftigen wir zusätzlich bis zu drei FachoberschülerInnen, die entweder ihr Fachabitur und/oder ihre Erzieherausbildung absolvieren möchten. Für eine ausgewogene Ernährung sorgt unsere Hauswirtschafterin, die mit einem Stundenumfang von 19,25 Stunden beschäftigt ist.
Zwei Raumpflegerinnen einer Reinigungsfirma sorgen für die Sauberkeit des Hauses. Den Winterdienst übernimmt ebenfalls eine ortsansässige Firma.
Im Rahmen von Hartz IV stellen wir auch sogenannte Ein-Euro-Kräfte ein, die in erster Linie der Unterstützung der Hauswirtschaftskraft dienen, aber die auch, je nach Befähigung, Putz-, Garten- und Reparaturarbeiten erledigen.
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Jede Gruppe des Hauses bewohnt eine Etage. Großzügige Räume bieten gute Spielmöglichkeiten für die verschiedensten Aktivitäten. Gemütliche Kuschelecken ermöglichen auch den Rückzug aus dem Spielgeschehen. Zweite und dritte Ebenen sowie Podeste bilden zusätzliche Anreize. Um dem Ruhe- und Schlafbedürfnis der Kleinsten Rechnung zu tragen, gibt es einen Schlafraum. Das Ballbecken und der Bewegungsraum können von allen drei Gruppen benutzt werden. Die äußeren Gegebenheiten der alten Villa bilden einen außergewöhnlichen Rahmen, der durch die individuelle Gestaltung der Gruppenräume im besonderen Maße unterstrichen wird. Im Souterrain sind neben den Personalräumlichkeiten, wie Arbeits- und Pausenraum, der Materialraum, die Putzkammer, die Küche und der Wirtschaftsraum untergebracht. |
Das Außenspielgelände ist sowohl von der Größe als auch von der Gestaltung ein „Paradies“ für Kinder. Es gibt wenige Standardspielgeräte, um Kindern einen großen Freiraum zur Entwicklung eigener Spielideen zu geben, die dann in phantasievolles und kreatives Spiel umgesetzt werden können.
Es gibt Spielbereiche, die zum Rollenspiel anregen (Pfahlhaus, „Kaufladen“, Hügel, Schiff), andere fordern zu konstruktivem Tun auf (Wasserspielplatz), wieder andere unterstützen die Grobmotorik und Koordinationsfähigkeit der Kinder (Schaukel, Wippe, Kletterwurzel). Ein Duft- und Kräutergarten mit der angrenzenden Wasserspirale lädt zum Entspannen ein und regt die Sinne an.
Durch die Aufnahme weiterer Kinder unter drei Jahren wurde ein individueller Außenbereich für diese Altersgruppe gestaltet. Mit einem Zaun umgeben erfahren die kleinen Kinder in einem für sie überschaubaren Raum die Unterschiedlichkeit von Bodenbeschaffenheiten wie Gras, Tartan, Felsen, Mulch, große und mittelgroße Kiesel sowie Sand. Dem natürlichen Kletterbedürfnis entspricht der Hügel mit der Rutsche und das Atrium. Versteckmöglichkeiten bietet das Buchenzelt und später, wenn der Wein gewachsen ist, das Tipi. Eine Hängematte rundet das Bewegungsangebot ab. Im großen Sandkasten kann ausgiebig gematscht werden, da angrenzend ein Wasserhahn vorhanden ist. Das Atrium lädt zum gemeinsamen Singen und Spielen ein. Eine Wickelkommode unter den Bäumen ist wichtiger Bestandteil dieses Bereichs, da die Kinder das Spiel der Blätter und der Sonne genießen können. Eine „Pippiecke“ soll das Trockenwerden der Kinder erleichtern, da das lästige Aufsuchen der Toilette (und der relativ weite Weg ins Haus) wegfällt.